RASSEGNA MIART 2019
18/04/19, 18)51 Zwischen Gegenwart und Kunstgeschichte: miart 2019 | PARNASS Kunstmagazin Pagina 5 di 8 https://www.parnass.at/kunstmarkt/zwischen-gegenwart-und-kunstgeschichte-miart-2019 Angelika Loderer zeigt Bronze-Arbeiten aus der Serie Spechthöhlen (Untitled) aus 2013. Eindrucksvolle Sockelskulpturen, die mit den Techniken und Materiali- en aus der klassischen Bildhauerei hergestellt werden, jedoch unmissverständlich den Begriff der Skulptur weiterdenken. Entnommen sind die Abgüsse aus bereits gefällten Bäumen, die Angelika Loderer teilte und daraus die Formen der verlassenen Tierbehausungen abgoss. Entstanden sind organische Formen an der Schnittstelle zur Abstraktion, die eine große Komplexität im Detail und in der Oberfläche aufweisen. Subtile Arbeiten zeigte in dieser Sektion die Galerie Eastwards Prospectus, die sich auf GAEP umbenennt, aus Bukarest. Sie zeigte eine Gegenüberstellung von Werken der kroatischen Künstlerin Vlatka Horvat und dem spanischen Künstler Ignacio Uriarte. Horvats Werk, das ein Crossover zwischen Skulptur, Installati- on, Zeichnung, Fotografie und Performance bildet ist eine Entdeckung. Das Werk der heute nach 20 Jahre in den USA, in London lebenden, 1974 geborenen Künstlerin wird unter anderem auch von annex14 in Zürich vertreten und konnte in den letzten Jahren in einer Reihe von internationalen Ausstellungen reüssieren. INVESTMENT IN DIE ZUKUNFT Die Messe soll jedoch nicht nur den Istzustand abbilden, sondern auch ein Investment in die Zukunft sein, ist Rabottini überzeugt und so etablierte die miart den Sektor „On Demand“ für Galerien, die kontextbasierte, interaktive und site-specific art works zeigen, auch um eine Sammlerpublikum dafür zu begeistern in Kunst zu investieren, die nicht einfach an die Wand zu hängen ist. Viele Galerien haben diesen Sektor als Zusatzkoje ihrer „normalen Galeriestandes“ so etwa Kaufmann Repetto aus Mailand/New York, die eine Installation von Latifa Echakhch zeigen. Nicht vieles allerdings überzeugte hier, auch wenn durchaus ganze Rauminstallationen wie etwa von Serena Vestrucci bei Otto Zoo, Mailand gezeigt wurden. Gelungen die Präsentation von Soda Art Bratislava mit Arbeiten von Lucia Tallova und Jargo Varga. Mit dieser Idee, in die Zukunft zu investieren ist auch ein Preis für diese Sektion „On Demand“ verbunden, der dieses Jahr zum dritten Mal vergeben wird. Dotiert mit 10.000 Euro geht er an einen Künstler oder eine Künstlerin, um ein neues Projekt – Ausstellung, Katalog oder Werk – zu realisieren. 2019 ging der Preis an Luís Lázaro Matos, gezeigt bei Madragoa aus Lissabon. Lucia Tallová, Jaro Varga, Standansicht Soda Gallery, miart (On Demand Sektion), 2019 | Foto: PARNASS Weitere Preise um ebenfalls jeweils 10.000 Euro werden vergeben für den besten Galeriestand und die beste Präsentation im Bereich „Generations“, dieser ging an Ronchini mit dem japanischen Künstler Katsumi Nakai und MLF | Marie Laure Fleisch mit Arbeiten der Mailänder Künstlerin Alice Cattaneo. Angelika Loderer, Lone Haugaard Madsen, Sophie Reinhold, Installationsansicht, Sophie Tappeiner / miart, booth E16, 2019 © Galerie Sophie Tappeiner Knut Ivar Aaser und Halvor Rønning, Standansicht Felix Gaudlitz, miart (Emerging Sektion), miar PARNASS 08/04/2019 web web foglio sheet 5/7 P
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