RASSEGNA MIART 2019

18/04/19, 18)51 Zwischen Gegenwart und Kunstgeschichte: miart 2019 | PARNASS Kunstmagazin Pagina 3 di 8 https://www.parnass.at/kunstmarkt/zwischen-gegenwart-und-kunstgeschichte-miart-2019 Zwei Gemälde von Amedeo Modigliani, Messestand Russo, Ausstellungsansicht miart, 2019 | Foto: PARNASS "Uns ist neben dem Künstler auch die Geschichte des Bildes sehr wichtig“, so die Galeristen. „Ebenso wie auch Unbekanntes oder wenig Bekanntes eines Œu- vres zu zeigen, wie etwa die Landschaften von Giorgio Morandi.“ 2018 zeigte die Galeriedirektorin Alessia Calarota eine veritable Retrospektive Morandis im his- torischen Ambiente der Galerieräume in Bologna und brachte auch nach Mailand eine Landschaft des Künstlers von 1934 mit. Nach Preisen traut man sich ob der Qualität der Arbeiten ohnedies nicht mehr zu fragen. Allgemein zu sehen – viele – und darunter durchaus auch sehr gute – Arbeiten von Lucio Fontana, wie etwa ein „Concetto Spaziale Barocco“ von 1956 bei Maz- zoleni aus Turin/London, um 2,2 Millionen Euro – und der italienischen Avantgarde um Agostino Bonalumi, Mimmo Rotella, Paolo Scheggi, Alberto Burri, Ali- ghiero Boetti, etc. Beeindruckend auch der Stand der in London und Mailand mit Standorten vertretenen Galerie Cardi, die den Zyklus „Calatayud“ von 1973 – Objektkästen, Blei- stift, Aquarell, Fotografie, Bleifolie, von Wolf Vostell aus einer Privatsammlung nach Mailand mitbrachte, sowie zwei Spiegelarbeiten von Michelangelo Pistolet- to von 1973 und 1994 und Malerei von Mimmo Rotella. Unter den „Established Masters“ fiel auch die Solopräsentation „Simply Painting“ mit Werken des 1990 verstorbenen amerikanischen Malers und Jazzmusikers Ray Parker bei Gariboldi, Mailand auf. GENERATIONS Als Brücke zwischen den beiden Messebereichen fungiert die Sektion „Generations“, in der die Galerien jeweils zwei Künstler aus verschieden Generationen zeigen. Was nicht immer stimmig ist, doch in manchen Fällen gut gelingt. Die beiden herausragenden Stände dieser Sektion sind mit Sicherheit Hubert Win- ter aus Wien mit dem gelungenen Dialog von Werken von Birgit Jürgenssen (1949–2003) und Tina Lechner (*1981). Winter zeigt mit Zeichnungen, Collagen, Cyanotypien einen Einblick in das vielfältige Werk von Jürgenssen sowie neue und ältere Fotoarbeiten von Tina Lechner. Beide dürften in Italien keine Unbe- kannten mehr sein, zeigte sie Winter bereits auf der Artissima in Turin sowie Lechner darüber hinaus in einem beeindruckenden nahezu raum-installativen Setting ebendort auf der kleinen aber feinen Parallelmesse DAMA. Zu erwähnen in dieser Sektion auch die Gegenüberstellung von Gicaomo Balla (1871– 1958)/Galleria d´Arte Maggiore G.A.M mit dem in Chicago lebenden Richard Rezac (*1952)/Galerie Isabella Bortolozzi. » Nach Preisen traut man sich ob der Qualität der Arbeiten ohnedies nicht mehr zu fragen. « Wolf Vostell, Calatayud, 1973, Shee of lead, pencil drawi g with wat rcolor on photographic illustrati- on, 30 boxes each 30 x 40 x 12 cm | Courtesy Card Gallery | Foto: PARNASS Arbeiten von Wolf Vostell, Michelangelo Pistoletto und Mimi Rotella, Galerie Cardi Im Hintergrund Arbeiten von Julian Schnabel, Galerie Gian Enzo Sperone, miart (Beide Established on), 2019 | Foto: PARNASS 9 BILDER anzeigen 08/04/2019 web web foglio sheet 3/7 P

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