RASSEGNA MIART 2019
Pagina 7 di 14 https://www.parnass.at/news/wohin-in-milano-wir-besuchten-die-mailand-art-week-2019 Sheela Gowda, Remains, 2019, Ausstellungsansicht, Pirelli HangarBicocca, Milan | Foto: PARNASS Aktuell die Ausstellung „Cittàmilano“ des 1979 in Venedig geborenen Giorgo Andreotta Calo. 2017 repräsentierte er Italien auf der 57. Biennale von Venedig und zeigte ein großräumige Installation im Arsenale. Im Hangar präsentiert er erstmals eine Zusammenschau seines Werkes. Im Navate ist die beeindruckende Ausstellung der indischen Künstlerin Sheela Gowda „Remains“ zu sehen, kuratiert von Nuria Enguita und Lucia Aspesi. Gowda zeigt sowohl ältere Arbeiten als auch neue, für die Halle entwickelte Werke. Sheela Gowda erhält 2019 den Maria Lassnig Preis – die Preisver- leihung findet am 7. Juni in der Städtischen Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München statt. Gowda wurde 1957 im indischen Bhadravati geboren. In ihren Arbeiten nützt sie Alltagsmaterialien oder Materialien aus denen diese gefertigt werden – und weist darin unmissverständlich auf gesellschaftlich-politischen Gegebenheiten hin, wie ins- besondere auch auf die erschwerten Arbeitsbedingungen für Frauen in der indischen Gesell- 18/04/19, 18)51 Wohin in Milano? Wir besuchten die Mailand Art Week 2019 | PARNASS Kunstmagazin schaft. Das Besondere ihrer Installationen ist die farbliche Zusammenstellung und die Hereinnah- me des olfaktorischen Aspekts. So schwebt auch im Hangar der Geruch von Reifen und verbrann- tem Ton in der Luft und gibt der Ausstellung ihre ganz besondere Atmosphäre. Der Pirelli HangarBicocca beherbergt darüber hinaus die permanente Präsentation von Anselm Kiefers größter ortspezifischer Installation „The Seven Heavenly Palaces“, die 2004 bis 2015 im Auf- trag des Pirelli HangarBicocca entstand. Riesige Leinwände korrespondieren mit den sieben Tür- men, die zwischen 14 und 15 Metern in die Höhe des Raumes ragen. Der Titel bezieht sich auf die Hebräische Schrift Sefer Hechalot aus dem 4. und 5. Jahrhundert. BIS 15. SEPTEMBER 18/04/19, 18)51 Wohin in Milano? Wir besuchten die Mailand Art Week 2019 | PARNASS Kunstmagazin Anselm Kiefer, The Seven Heavenly Palaces, 2004-2015, Permanente Installation, Pirelli HangarBi- cocca, | Foto: PARNASS UNEXPECTED SUBJET I FRIGORIFERIA MILANESI In dieser Reihe der Ausstellungen ist auch die Schau „Unexpected Subjet“ zu nennen, die in der Frigoriferia Milanesi zu sehen ist. Sie zeigt Feministische Kunst der 1970er-Jahre aus Italien mit in- ternationalen Referenzbeispielen, darunter Renate Bertlmann, Valie Export, Gina Pane, Carolee Schneemann und Marina Abramovic. Zum erstenmal haben die beiden Kuratoren Marco Scotini und Raffaela Perna eine Zusammenschau dieser Art zusammengestellt, die den engen Zusam- menhang zwischen bildender Kunst und feministischer Bewegung in Italien zeigt. Eindrucksvolle Werke, die auch dokumentieren, dass die Themen die von den Künstlerinnen aufgegriffen wur- den, durchaus internationale Parallelen haben – von Mutterschaft, Identität, Genderf ragen bis hin zu Körperwahrnehmungen. BIS 26. MAI 08/04/2019 web web foglio sheet 5/6 P
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